Start / Ziel: Altfriedland, Fischerstraße
Länge / Dauer: 6 Kilometer, 1,5 Stunden
Wegebeschaffenheit / Streckenausbau: teils loser Untergrund, teils befestigte Wege
Verlauf: Altfreidland, Speicherbecken, Kietzer See, Stobber, Klostersee, Karpfenteich, Altfriedland
Wegbeschreibung
Der Einstieg in die Tour erfolgt in Altfriedland, von wo eine Straße nach Norden führt. Am Ortsrand zweigt ein Feldweg nach rechts ab, der zur Beobachtungskanzel am Kietzer See führt. Schon hier lassen sich erste Vögel entdecken: In den Erlenbruchwäldern entlang des Weges sind das ganze Jahr über Klein- und Buntspechte aktiv. Im Winter sammeln sich hier große Trupps von Erlenzeisigen, während im Frühjahr und Sommer Singvögel ihr Konzert anstimmen.
Nach etwa 300 Metern kommt der Kietzer See in Sicht, und der Weg führt entlang der Stobber weiter nach Norden. Bereits nach kurzer Zeit erreicht man die erste Beobachtungshütte am Waldrand mit einem herrlichen Blick über den See. Zu jeder Jahreszeit sind hier Graugänse zu sehen, die im Spätsommer in großer Zahl mausern. Auch Haubentaucher und Rothalstaucher sind regelmäßig zu beobachten. Im Sommerhalbjahr sind Flussseeschwalben zu entdecken, die mit ihrem anmutigen Flug und tief gegabeltem Schwanz auffallen. Zur Zugzeit nutzen viele Watvögel die flachen Sandbänke als Rastplatz. Kormorane, Grau- und Silberreiher sind hier fast immer anzutreffen.
Ein weiteres Highlight befindet sich weiter nördlich: Eine zweite, niedrigere Beobachtungshütte bietet eine noch bessere Sicht auf die Wasserflächen. Vor allem verschiedene Entenarten wie Stock-, Krick-, Schnatter-, Löffel- und Schellenten sind hier gut zu beobachten. In den Sommermonaten kreisen Fischadler auf der Suche nach Beute über dem See, während die majestätischen Seeadler das ganze Jahr über präsent sind.
Von hier aus gibt es zwei Möglichkeiten:
- Wer eine kürzere Tour bevorzugt, kann hier umkehren.
- Wer die Runde ausweiten möchte, folgt der Stobber weiter nach Norden bis zur Landesstraße 34. Dort geht es links entlang der Straße für etwa 500 Meter, bevor ein kleiner Weg nach Süden abzweigt. Dieser führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft bis zum Klostersee, wo im Winterhalbjahr Zwerg- und Gänsesäger auf Nahrungssuche sind. Entlang des westlichen Seeufers führt der Weg schließlich zurück nach Altfriedland.
Zusätzliche Tipps:
- Beste Zeit: Besonders lohnenswert während der Zugzeiten im Frühjahr und Herbst.
- Ausrüstung: Fernglas oder Spektiv für optimale Beobachtungen.
- Naturführungen: Die Naturwacht Brandenburg bietet Exkursionen in die nicht öffentlich zugänglichen Bereiche der Altfriedländer Teiche an.
- Einkehrmöglichkeit: Die Klosterschänke Altfriedland lädt in den Sommermonaten zu einer Rast ein. Weitere gastronomische Angebote gibt es in Neuhardenberg.